Wir bedanken uns für dieses Freude schenkende Bild bei den Weltreisenden Sabrina Herrmann & Francis Markert (my-road.de).

Gute Reise, Ihr Lieben

Kontakt

manaomea GmbH

 
+49 89 63857966

hallo[at]manaomea.com

Effnerstraße 110
81925 München

Bald kommt der manaomea Online-Shop!

Aktuell stecken wir all unsere Energie hinein, die Stifte für Euch perfekt zu machen. Meld dich für unseren Newsletter an und wir halten Dich dazu und zu allem rund um manaomea auf dem Laufenden.

Hinweis zum Datenschutz

 

Tine, 11.11.2016:

Warum tun wir, was wir tun?




Diese Frage bekam ich von Simon gestellt. Und jetzt habe ich mich ein paar Tage darum gedrückt, eine Antwort zu formulieren. Nun neigt sich die Woche dem Ende entgegen und ich bekomme Druck :) Also gut, dann erzähle ich aus meiner ganz persönlichen Sicht:

Ich denke, ich möchte die Welt ein Stückchen bunter und ein bisschen sinnlicher & berührender machen. Schöner auch und besser, nach meinem Wertegerüst – natürlich – anders kann ich es nicht. Vielleicht spreche ich auch schon von der Welt der Produkte. Vermutlich. Denn oft sind Produkte seelenlos und erzählen mir nichts. Das finde ich supertraurig und gewissermaßen wertlos. Erst mit der Geschichte hinter dem Produkt, ob es die Kunst der Handwerkerin ist oder die Hingabe des Zitronenbauern, erst dann erhält das Produkt für mich Seele und Wertigkeit. Ich schätze es wert und halte es in Ehren und freue mich über das, was es mir gibt.
Das hat seinen Preis – wie auch könnte es anders sein.
Ich glaube, ich bin geradezu vermauert gegenüber „seelenlosen“ & preisgetriebenen Dingen. Wie könnte mit solchen Dingen Gutes in der Welt geschehen? Soll es vermutlich auch nicht. Und das alleine kann ich schon nicht nachvollziehen. Und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass unsere Produktion läuft und ich meine Koffer packen kann und endlich unsere Baumwollbauern in Uganda besuchen kann, Hrini – eine treue und hoffentlich zukünftige junge Entrepreneurin in Dhaka, Bangladesch, und Beispiele wie man es besser machen kann, wie z.B. das Zero-Waste Modelabel Toné von Rachel, einer jungen Amerikanerin, in Kambodscha. Die machen supergeile Teile :)


Ich möchte Handspinnereien aufbauen, denn wir brauchen grobe Garne und die können ganz wunderbar von Hand versponnen werden, in Uganda und überall, aus Baumwolle, Jute, Sisal oder auch Manila Hanf. Und ich möchte mit Hrini unser Projekt in Dhaka starten. Müllberge von Textilien, die dort achtlos in Säcken in Hinterhöfen liegen, zu Streifen verarbeiten und Stifte daraus machen. Doch zuerst starten wir hier bei uns. Mit Flüchtlingen Streifen für Stifte nähen – ich glaube, das macht Sinn und ich hoffe, wir können schon sehr zeitnah loslegen. Den ersten guten Termin dazu, habe ich bereits nächste Woche.
Warum aber zunächst Stifte? Einmal glaube ich, dass Uli damals, als er die Technologie erfand, ganz unbewusst von seinem Papa – einem Künstler – geleitet war. Uli ist Chemiker – genau gar kein Künstler - theoretisch. Praktisch ist er absolut ein Künstler. Er zeichnet wunderschön und ist Architekt im Molekülzusammenbauen :) - Wie dem auch sei. Ich bin glücklich, dass Uli vor vielen Jahren genau dieses Patent angemeldet hat, denn Stifte bedeuten Zeit, Raum für Kreativität, für Gedanken, für Sinnliches, für Kunst – für sich selbst. Genau das, was in unserer Zeit viel zu wenig da ist oder sich genommen wird.
Und darüberhinaus sind in unseren Stiften genau die Rohstoffe, mit denen wir etwas bewegen können und genau dort, wo Bewegung sooo nötig ist – in der Textilwelt.


Eines möchte ich hier noch schreiben: Wir mögen Bäume, unbedingt! Und wir mögen auch Holzprodukte. Und wir verteufeln Holzbleistifte nicht, wir hinterfragen nur die Nutzung von Ressourcen – von so großen Bäumen für so kleine Stifte mit so viel Späne (80% des Stammes) bei der Herstellung.

Ich jedenfalls stehe morgens auf, weil ich mich so sehr darauf freue, neue Menschen und Kulturen kennen zu lernen – mich dabei auch zu wundern und irritiert zu fühlen – denn wir sind alle echt anders :) und gemeinsam etwas Neues zu starten.
Und es ist großartig, weil es mich mir selbst näher bringt und meine Wahrheiten in Frage stellt. Eine himmlische Erfahrung – davon kann ich nicht genug bekommen. Und wir haben momentan großes Glück ganz wunderbare Menschen - täglich neue - kennen lernen zu dürfen. Und dann überfordere ich mich und brauche wirklich viel Zeit für mich. So ist es. Eine ewige Wellenbewegung, wie auch bei manaomea selbst. Wobei das sich eher nach Achterbahn gerade anfühlt. Puh :)
So nun ist mein Text viel zu lang – ich höre auf & wünsche uns allen ein superschönes Wochenende!


P.S.: Seit ca. 4 Wochen versuche ich Kontakt zu Charlie Hebdo herzustellen. Denn ich möchte einen Charlie-Botschafter-Stift herausbringen – klar in schwarz weiß u.a aus Zeitungsresten und mit echtem Statement. Leider beiße ich mir die Zähne aus – noch. Ich schreibe weiter mails in allen möglichen Sprachen an ihre Kontaktadresse. :) Wenn jemand, der das hier liest einen Kontakt hat, freue ich mich riesig über eine Verknüpfung.

 








Simon, 4.11.2016:



Was ist eigentlich ein Puschel?




Nichts eignet sich besser für den ersten Blogeinblick von unserer Seite als diese Frage.
Besonders spannend natürlich, wenn man wie ihr nur das Bild dazu kennt und sich durchaus fragen kann: „Was wollen die denn?“.

Wir sind mit unseren Stiften ja nun seit einigen Tagen und Wochen auf Tour und jedes Mal wenn wir zeigen wie der Stift entsteht geht ein Raunen durch die Leute und es gibt ein „ooooh“ und „aaah“. „Der Puschel“ ist der Übergang von flauschiger Faser zu hartem Stift. Täglich fallen bei einer Produktion von mehreren tausend Stiften nur 2-3 Puschel ab, sie entstehen nur am Anfang der Produktion, also an der Stelle an der noch kein Graphit in die weiche Faser kommt und sie noch nicht mit der Zuckerrohr-Harz durchtränkt ist.
„Der Puschel“ ist damit vorne ganz Stift mit super Mine und normal spitzbar und hinten hat er einen Faserstrang, der zeigt wo er herkommt und wie er entsteht. Einmalig.
Eigentlich verkaufen wir diese Stücke nicht. Egal wieviel uns bisher dafür geboten wurde. (Und das war teilweise echt utopisch…)

Jetzt zum Crowdfunding sind wir uns aber sicher, die besonderen Puschel müssen einfach dabei sein. Sie sind genauso einmalig wie unser Crowdfunding und wir wollen dass ihr die Möglichkeit habt zu fühlen, wo die Stifte herkommen. Wie sie entstehen. Was dahinter steckt.
In diesem Sinne, viel Spaß damit :)

 






Es war einmal eine Krake.


Sie hatte einen großen Kopf, denn sie war eine Erfinder-Krake. Sie wollte alles anders machen und die Dinge die sie erfand, sollten echte Freude bringen.


Dafür hatte sie vier Arme:


Einer verlieh ihren Erfindungen Stil. Einer gab den Menschen Kraft, die daran arbeiteten. Mit einem hielt sie das Herz der Welt fest. Und den vierten reichte sie Dir und sagte: 'Komm mit. Lass uns zusammen verändern, was alleine nicht geht.'


Klingt nach Märchen, ist aber keines.


Wir haben Hunger auf Gut. Wirklich Gut. Deswegen erfinden wir Dinge, die die Welt verändern und trotzdem Spaß machen.


manaomea ist da.